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Alles Gute für den Magen!
Magen und Verdauung im Gleichgewicht?
In Umfragen geben bis zu 70 der Deutschen an, unter Verdauungsbeschwerden zu leiden,
und bis zu 40 Prozent klagen über Sodbrennen oder Blähungen, ohne dass eine organische Ursache vorliegt.
Falsche Essgewohnheiten, Ärger, Stress oder Lebensmittel, die wir nicht gut vertragen - das alles bringen
die Verdauung und den Magen aus dem Gleichgewicht.
Der Verdauungstrakt fühlt mit
Psychische Prozesse und die Verdauung sind weitaus enger miteinander verbunden als bisher angenommen.
Wir haben nicht nur ein Gehirn im Kopf, sondern auch eines im Bauch. Das so genannte Bauchhirn fühlt mit und
steuert autonom die Funktionen des Magen-Darm-Trakts. Aber auch Stimmungen wie Ärger oder Freude
beeinflussen die Verdauung. Ursprünglich beruht dies auf einem Ur-Instinkt, der Stressreaktion, die den Körper
in kürzester Zeit auf Kampf oder Flucht vorbereitet, indem Kreislauf- und Atemfunktion angeregt, die Verdauungstätigkeit
dagegen gehemmt wird. Dieser Mechanismus ist auch heute noch dafür verantwortlich, dass bei Stress der Weitertransport
der Nahrung und ihre Aufspaltung vermindert werden. Die Verdauung kommt quasi zum Erliegen - unangenehme
Begleiterscheinungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Druckschmerzen sind die Folge.
Verstecktes Säure- und Luftpotenzial
Neben der Seelenlage können auch die Nahrung und ihre Zubereitung Auslöser für Magen-Darm-Beschwerden sein.
Magenübersäuerung und Sodbrennen werden gefördert durch Übergewicht, eine ständig erhöhte Kalorienzufuhr und
die falschen Lebensmittel. So mindern zu fette oder zu zuckerhaltige Speisen die Schließkraft des Muskels zwischen
Magen und Speiseröhre um bis zu 30 Prozent. Blähungen und damit verbundene Druckschmerzen sind ebenfalls weit
verbreitet. Sie entstehen durch Gase, die sich im Darm zu einem zähen Schaum anreichern, so dass sie den Körper
nicht mehr auf natürlichem Weg verlassen können. Schmerzhafte Blähungen treten auf, wenn durch Stress die
Darmpassage der Nahrung verlangsamt wird oder große Mengen unverdaulicher Nahrungsbestandteile in den Darm gelangen.
Daher gilt, Ballaststoffe in möglichst bekömmlicher Form zu verzehren, etwa als Vollkornbrot, grüne Blattsalate, Tomaten oder Möhren.
Auch die Zubereitungsart kann das „Luftpotenzial" von Gerichten entscheidend beeinflussen: Bayerischer Kartoffelsalat,
lauwarm angerichtet, mit einer Sauce aus Brühe und etwas Pflanzenöl statt Mayonnaise, ohne Zwiebeln und mit zuvor in
Kümmelwasser gekochten Kartoffeln ist bekömmlicher, weil er weniger Fett enthält und die Kartoffelstärke in dieser Form
besser verdaut werden kann. Kalter Kartoffelsalat dagegen enthält eine veränderte Stärke, die verdauungsresistenter und damit schwerer verdaulich ist.
Sanfte Hilfe für ein gesundes Bauchgefühl
Wer seine Beschwerden eher auf psychische Belastungen wie Stress zurückführt, sollte Entspannungsmethoden wie Yoga oder autogenes Training ausprobieren: Sie können fast überall erlernt werden und helfen, die Verdauung gesund zu halten. Wenn das Essen der Hauptbeschwerdeauslöser ist, sollte eine Ernährungsumstellung erfolgen. Professionelle ernährungswissenschaftliche Beratung kann helfen, versteckte Beschwerdeauslöser im Speiseplan zu finden und zu vermeiden.
Thomas Krause, Koch und Betreiber der Kochschule Hamburg, gibt seit 1999 Kurse und freut sich immer wieder über die engagierten Gruppen, die unter seiner Obhut (gesund) kochen, lernen und genießen. Die unterschiedlichsten Kurse (auch für Kinder) werden hier angeboten und gerne gebucht.
In der perfekt eingerichteten Küche entstehen anspruchsvolle Gerichte mit kulinarischen Genüssen Europas, Asiens, der Karibik, Australiens und Südafrikas. Frische Kräuter, landestypische Gewürze und außergewöhnliche Zutaten sowie Tipps und Tricks des Meisters geben den leckeren Gerichten, die nach gemeinsamer Kochsession an hübsch gedeckten Tischen von den „Koch-Lehrlingen" mit Vergnügen genossen werden, nicht nur eine einzigartige Note, sondern sorgen zudem für neue Erfahrungen und eine Menge Spaß am Herd.
Textbearbeitung: Renato Diekmann, Fotos: Bayer Vital, Fhs. Heiligenberg, LTM/Schmidt
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